Archiv


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Mittwoch 23. Januar 2019 17:30 Uhr Bern Hochschule der Künste
Workshop-Tagung European Music Training Institutions in the Long 19th Century (1789–1914): Pedagogical Politics and Cultural Exchange
Vortrag The making of a Viennese canon of music theory around 1830
Ludwig van Beethoven’s Studien, compiled for the first time in 1832 by Ignaz von Seyfried, are the best-known and most extensively and critically studied, but not the first of a series of publications aiming at the establishment of a genuinely Viennese tradition in music-theoretical teaching. Already in 1826 Seyfried had edited J. G. Albrechtsbergers sämmtliche Schriften, and 1827 saw the publication of the Wiener Tonschule attributed to the late Joseph Preindl, but »geordnet und herausgegeben« by Seyfried as well. Furthermore, also in 1832, Carl Czerny published his monumental translation of Antoine Reicha’s Parisian treatises with commentaries as Vollständiges Lehrbuch der musikalischen Composition, in 1838 Die Kunst der dramatischen Composition. This project shall compare these editions with their sources and try to identify the leading principles for their compilation, translation or cultural appropriation. In addition to an immanent analysis, also their role in the contemporary musical and pedagogical context shall be researched.


FrzOper

Freitag 25. Mai 2018 12 Uhr Wien Österreichische Gesellschaft für Musik
Tagung Französische Oper in Wien um 1800
Vortrag Wiener Aufführungen von französischen Opern im Spiegel des Tagebuches von Joseph Carl Rosenbaum
Basierend auf Peter Prokops Transkription des Rosenbaum-Tagebuches werden zunächst wenige allgemeine Überlegungen zum Verhältnis von professionellem Theaterbetrieb und gesellschaftlichem Umfeld angestellt. Darauf folgen einige Detailbeobachtungen zu Rosenbaums Berichten rund um die Aufführungen ausgewählter französischer Werke im Konkurrenzbetrieb zwischen den Hoftheatern und dem Theater an der Wien, die der bekannten Quellensituation neue Aspekte hinzufügen.


Reicha

Samstag 11. November 2017 18 Uhr Lucca Complesso monumentale di San Micheletto
Conference Professor Reicha: Practice and Legacy of a Composer-Teacher
Vortrag "Reicha and modulation: theoretical concepts and instrumental limits"
Antoine Reicha’s [Introduction et] Rondeau pour Cor Solo avec Accompagnement de l’Orchestre, dated “Paris 1823”, was written for the Italian virtuoso Giovanni Puzzi (1792–1876) in his early London years. The piece is in F Major and has a quite unique modulation plan touching the keys of C, D flat, B flat, D natural and E flat Major as well as f and d minor – all to be played on a Cor Solo (i.e. a natural horn) in F, thus implying extensive use of stopped notes. Other works composed for Puzzi, such as Moscheles’ Introduction et Rondeau Ecossais concertans op. 63, Bochsa’s Trois Fantaisies en duo pour harpe et cor op. 65 and Potter’s Sonata di bravura concertante op. 13, are much less adventurous concerning the use of remote keys – Potter even showing his awareness of this problem and providing possible abbreviations for the amateur performer: “L’auteur qui a composé cette Sonate pour le fameux Cor, Monsieur Puzzi, sait que ces modulations sont extrêmement difficiles à bien exécuter sur le cor et conseille à ceux qui les trouvent trop difficiles d’aller tout de suite à B.” (Potter, Sonate op. 13, horn part, p. 2) In order to be able to evaluate the importance of Reicha’s Introduction et Rondeau, this contribution will try to situate the piece in three contexts: Puzzi’s repertoire (as reconstructed by Bradley Strauchen), Reicha’s other compositions for natural horn(s) resp. those for solo instruments, and – last but not least – the passages relating to modulation and the use of keys in his theoretical writings.


Freitag 15. September 2017 15 Uhr Bern Hochschule der Künste
Symposium Rund um Beethoven - Interpretationsforschung heute
Vortrag "Wien um 1800: Die Entwicklung der Instrumente im Spiegel der Kompositionen"
Die ersten Jahre nach 1800 sind im Wiener Klavierbau eine bewegte Zeit: „Das 19. Jahrhundert beginnt noch mit dem Fünfoktaven-Umfang [F1–f3], der gelegentlich, bei Walter, bis g3, dann von Schantz bis a3 und um 1805 von den meisten Herstellern bis c4 erweitert wird.“ (Gert Hecher: Designentwicklung und bautechnische Datierungsmöglichkeiten, in: Beatrix Darmstädter et al. (Hg.): Das Wiener Klavier bis 1850: Bericht des Symposiums „Das Wiener Klavier bis 1850“, Tutzing 2007, S. 179–194, hier S. 192.) Diese sich wandelnden instrumentalen Voraussetzungen haben einen Einfluss auf die in dieser Zeit in Wien komponierten und publizierten Werke – nicht nur bei Beethoven, der im Sommer 1803 einen Erard-Flügel mit Tonumfang bis c4 erhält und daraufhin etwa die Sonate op. 53 schreibt und den Klavierpart des Konzerts op. 37 in eine definitive Form bringt. Dieser Beitrag versucht anhand einiger Beispiele von verschiedenen Komponisten die Erweiterung des Tonraumes mit der Veränderung der formalen und tonalen Disposition der Werke in Verbindung zu setzen.


Donnerstag 26. Januar 2017 13:30 Uhr Bern Hochschule der Künste
Konferenz Neapolitan Musical Pedagogy of the Eighteenth Century: Theory, Sources and Reception
Vortrag Jean Baptiste Mathieu’s manuscript copy of Nicola Sala’s Regole del contrappunto pratico
This contribution presents a formerly unknown manuscript copy of Nicola Sala’s printed Regole del contrappunto pratico (1794) from a private collection in Switzerland. It was copied by Jean Baptiste Mathieu (1762–1847), teacher of solfège and serpent at Paris Conservatoire and later maître de chapelle at St. Louis in Versailles, already in 1804 – thus earlier than the French publication of Sala’s Regole in Choron’s Principes de composition des écoles d’Italie (1809).


Samstag 1. Oktober 2016 12 Uhr Hannover Hochschule für Musik, Theater und Medien
16. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie GMTH
Vortrag „Auch war man hier so klug gewesen, die Partitur hin und wieder mit blasenden Instrumenten zu bereichern“ – Der haustypische Orchesterklang in den ersten Jahren des Theaters an der Wien 
Was die Zeitung für die elegante Welt im titelgebenden Zitat 1803 am Beispiel einer Oper von Domenico della Maria beschreibt, ist am 1801 eröffneten Theater an der Wien kein Sonderfall: Gerade die zu dieser Zeit äußerst populären Werke des postrevolutionären französischen Musiktheaters werden in ihren Wiener Fassungen nicht nur den üblichen Adaptierungsprozessen wie Übersetzung, Kürzung oder Einlage unterzogen, sondern – so die These – systematisch in ihrer Orchestrierung verändert, um sie einem wiedererkennbaren klanglichen „Stil des Hauses“ anzupassen, der sich besonders in der Behandlung der Blasinstrumente von den französischen Vorlagen ebenso unterscheidet wie von der Praxis an anderen zeitgenössischen Wiener Theatern.
Dieser Orchesterklang des Theaters an der Wien soll anhand überlieferter Aufführungsmaterialien dargestellt und im Vergleich mit orchestralen Werken der ihn maßgeblich prägenden Personen dingfest gemacht werden: des Orchesterdirektors (i.e. Konzertmeisters) Franz Clement und der beiden Kapellmeister Anton Fischer und Ignaz v. Seyfried, die bislang vorwiegend als Figuren aus Beethovens Umfeld bekannt geworden sind. Biografische Schlaglichter auf einzelne Orchestermitglieder spielen dabei ebenso eine Rolle wie Fragen der Instrumentenentwicklung.
Besonders deutlich fassbar ist dieses Phänomen in den Wiener Fassungen der Werke von Luigi Cherubini, der
-       grundsätzlich mit großem Respekt behandelt und
-       nur behutsam, aber doch auch retuschiert wird, der
-       diesen Wiener Stil mit einigen instrumentatorischen Besonderheiten seinerseits beeinflusst,
-       ihn während seines Wienaufenthalts 1805/06 aus eigener Anschauung kennenlernt und schließlich
-       kompositorisch auf ihn reagiert.


Donnerstag 22. September 2016 9:40 Uhr Musikhochschule Detmold
Impulsvortrag "Praktisch angewandte Theorie" und "MA Specialized Music Performance mit Vertiefung Forschung" an der Hochschule der Künste Bern
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